Das Elend in der Dritten Welt rührt zum großen Teil daher, dass die dortige Landwirtschaft auf dem Anbau von Monokulturen wie etwa Kakao oder Kaffee basiert. Erfahrungsgemäß sind das die Güter, die auf den Börsen der Welt so gehandelt werden, dass ihre Preise oft ins Bodenlose stürzen. Die Folge davon ist, dass die Hersteller, in der Regel Bauern, nicht von ihrer Arbeit leben können, weil das von ihnen angebaute Produkt nicht zu dem Wert gehandelt wird, den es eigentlich erzielen müsste, wenn der Aufwand gerecht bezahlt werden würde. Da Produkte wie Kaffee oder Kakao häufig den Löwenanteil der Exporte von Entwicklungsländern ausmachen, geraten diese Staaten immer tiefer in die Schuldenfalle. Um diesem Problem der stetigen Verarmung, entgegen zu wirken, haben sich soziale und kirchliche Initiativen entschlossen, Produkte der Dritten Welt (wie zum Beispiel Kaffee) fair zu handeln (Fair Trade = fairer Handel).
Fair-Trade Kaffee ist daran zu erkennen, dass auf der Verpackung ein Siegel aufgedruckt ist, das ihn als fair gehandeltes Produkt ausweist. Von fair gehandelten Gütern kommt den Erzeugern ein höherer Anteil des Verkaufspreises zu Gute, als es beim Kauf von herkömmlicher Ware der Fall wäre. Wer Fair-Trade Kaffee und andere auf diesem Konzept basierende Produkte kauft, zeigt sein Verständnis für globale Zusammenhänge, will nicht länger nur auf Kosten der Dritten Welt leben und stellt sich der damit einher gehenden Verantwortung.
Veröffentlicht am 26.02.2010 · F