Durchschnittlich werden pro Kopf in Deutschland über 140 Liter getrunken. Für den appetitlichen Geruch beim Öffnen der Kaffeepackung sorgen Schwefelverbindungen, die aber nach einigen Tagen wieder verloren gehen. Rund vierzig Prozent des Rohkaffees bestehen aus Kohlenhydraten, die beim Rösten verändert und abgebaut werden. Wasserunlösliche Zellwände bleiben als Kaffeesatz zurück. Kaffee enthält viele Mineralstoffe, wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor sowie Alkaloide. Zu ihnen zählt der allbekannte Begriff des anregenden Koffeins, der bis zu zwei Prozent des Inhalts ausmachen kann. Wenn Sie Ihren Kaffee mit Milch genießen, wird er dadurch nicht gesünder, nur bekömmlicher.
Kaffee ist tatsächlich gesund?
Vier bis fünf Tassen am Tag sind für Sie völlig unbedenklich. Auch für Menschen mit Bluthochdruck. Neueste Studien belegen, dass einige Wirkstoffe für die Gesundheit förderlich sind und räumen damit viele Vorurteile in die Ablage. Besonders interessant sind die im Kaffee enthaltenen Chlorogensäuren, die einen Schutz gegen Diabetes mellitus haben und das Risiko der Gichterkrankungen um etwa vierzig Prozent mindern. Weitergehende Studien zeigen, dass das Kaffeetrinken Sie auch vor weiteren Erkrankungen, wie etwa Darmkrebs, Parkinson oder durch Alkohol bedingte Leberzirrhose, partiell abschirmen kann. Warum das so ist, wurde noch nicht eindeutig geklärt. Durch die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien werden die im Organismus vorhandenen „Freien Radikalen“ neutralisiert und damit die Zellwände effektiv geschützt. Das Koffein regt Ihre Gehirntätigkeit an und wirkt gegen Müdigkeit durch die Blockierung spezieller Nervenrezeptoren. Dadurch werden Stoffwechsel, Atmung, Reaktionsvermögen und Herztätigkeit leicht angeregt. Die Wirkung setzt knapp dreißig Minuten nach dem Genuss ein und hält ungefähr zwei bis drei Stunden an. Übrigens macht Kaffee, so anregend er auch sein mag, niemals süchtig.
Auf die Dosis komm es an:
Ab gut dreihundert Milligramm Koffein (das sind in etwa drei bis vier Tassen) kann bei einer überempfindlichen oder kranken Person ein kurzfristiger Blutdruckanstieg mit Händezittern hervorgerufen werden. Schwangere sollten das Maß von drei Tassen am Tag nicht überschreiten.
Fazit: Wenn Sie Ihren Kaffee in Maßen genießen, ist das durchaus gesund.